Du machst den gleichen Job wie deine verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, aber deine finanzielle Ausgangslage ist eine komplett andere. Kein Beihilfeanspruch, keine Pension, dafür Sozialversicherungspflicht. Das klingt erstmal nach Nachteil – aber mit der richtigen Strategie holst du das Maximum heraus.
Rund 200.000 Lehrkräfte in Deutschland sind angestellt und nicht verbeamtet. Die Gründe dafür sind vielfältig: Quereinstieg, Altersgrenze überschritten, gesundheitliche Einschränkungen oder schlicht die Entscheidung des Bundeslandes. Egal warum – deine finanzielle Planung muss anders aussehen als bei deinen verbeamteten Kolleginnen und Kollegen. Und genau darauf sind wir spezialisiert.
Ohne Beihilfe bist du in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Das hat auch Vorteile: Familienversicherung für Kinder und Partner, einkommensabhängige Beiträge und keine Gesundheitsprüfung. Wir zeigen dir, wie du das Beste aus deiner GKV herausholst – und wann ein Wechsel in die PKV doch sinnvoll sein kann.
Dein Gehalt richtet sich nach dem TV-L oder TVöD, nicht nach der Besoldungstabelle. Das bedeutet: Abzüge für Sozialversicherung, kein Familienzuschlag in gleicher Höhe, aber dafür Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung. Wir rechnen mit dir durch, was am Ende wirklich übrig bleibt.
Auf den ersten Blick scheint die Verbeamtung in jeder Hinsicht besser. Aber so einfach ist es nicht. Hier siehst du die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick – und wo du als angestellte Lehrkraft sogar im Vorteil bist.
Deine Arbeitskraft ist dein wichtigstes Gut. Als angestellte Lehrkraft brauchst du eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung – keine Dienstunfähigkeitsversicherung. Der Unterschied ist entscheidend, und viele Berater kennen ihn nicht.
Du wirst nicht vom Amtsarzt dienstunfähig geschrieben, sondern bist auf eine klassische BU-Versicherung angewiesen. Achte auf: Verzicht auf abstrakte Verweisung, Nachversicherungsgarantien und eine ausreichende Rentenhöhe. Wir finden den Tarif, der zu deinem Berufsbild als Lehrkraft passt.
Im Ernstfall springt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ein. Aber die liegt oft bei nur 30-40% deines letzten Nettogehalts. Ohne private BU-Absicherung kann das schnell existenzbedrohend werden. Wir zeigen dir, wie groß deine Lücke wirklich ist.
Während deine verbeamteten Kolleginnen und Kollegen eine Pension von 60-72% des letzten Grundgehalts erwarten können, liegt deine gesetzliche Rente deutlich darunter. Dazu kommt die VBL-Zusatzversorgung – aber reicht das zusammen? Meistens nicht. Wir helfen dir, die Lücke zu schließen.
Als Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst bist du automatisch in der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) pflichtversichert. Die VBL-Betriebsrente ergänzt deine gesetzliche Rente – aber wie viel kommt da wirklich zusammen? Wir rechnen es dir transparent vor.
Gesetzliche Rente plus VBL-Betriebsrente ergeben zusammen oft nur 1.600 bis 2.100 Euro. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Beamtenpension liegt bei über 3.000 Euro. Mit Riester, ETF-Sparplänen oder einer privaten Rentenversicherung kannst du diese Lücke gezielt schließen.
Es ist nicht alles schlecht am Angestelltenverhältnis. Du hast einige handfeste Vorteile, die Beamte nicht haben. Wir zeigen dir, wie du diese gezielt für dich nutzt.
Als Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung hast du Anspruch auf die volle Riester-Förderung – Zulagen und Steuervorteile inklusive. Besonders für Familien mit Kindern kann sich das richtig lohnen. Wir prüfen, ob Riester für dich die richtige Wahl ist.
Ein großer Vorteil der GKV: Dein Partner und deine Kinder können beitragsfrei mitversichert werden, solange sie kein eigenes Einkommen über der Grenze haben. In der PKV müsste jedes Familienmitglied einzeln versichert werden. Das spart bei Familien schnell mehrere hundert Euro im Monat.
Dein Arbeitgeber übernimmt rund 50% deines Krankenversicherungsbeitrags – egal ob GKV oder PKV. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Beamten, die zwar Beihilfe bekommen, aber den Restbeitrag komplett selbst tragen.
Als Angestellte bist du nicht an den Staatsdienst gebunden. Du kannst jederzeit in die Privatwirtschaft wechseln und nimmst deine Rentenansprüche mit. Beamte verlieren bei einem Wechsel ihre Pensionsansprüche – ein oft unterschätzter Nachteil.
In vielen Bundesländern ist eine Verbeamtung auch noch im Laufe der Karriere möglich. Manche Länder haben die Altersgrenze sogar angehoben. Falls das für dich in Frage kommt, solltest du vorbereitet sein – und deine Finanzen so aufstellen, dass der Übergang reibungslos funktioniert.
Falls eine spätere Verbeamtung realistisch ist, kann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll sein. Sie sichert dir den Zugang zur PKV zu den heutigen Gesundheitsbedingungen – ohne laufende Beiträge für eine Vollversicherung. Wir beraten dich, ob sich das in deinem Fall lohnt.
Vom Angestelltenverhältnis in die Verbeamtung – das bringt große Veränderungen mit sich: Wechsel von GKV zu PKV, von Rente zu Pension, von BU zu DU. Wir begleiten dich durch diesen Übergang und sorgen dafür, dass keine Lücken entstehen.
Viele angestellte Lehrkräfte machen dieselben Fehler, weil sie Beratung bekommen, die eigentlich für Beamte gedacht ist. Hier sind die häufigsten Stolperfallen:
Viele Berater empfehlen angestellten Lehrkräften eine DU-Versicherung statt einer BU-Versicherung. Das ist falsch und kann im Ernstfall dazu führen, dass du keine Leistungen erhältst. Nur Beamte brauchen eine DU-Klausel.
Viele denken: „Ich habe ja die gesetzliche Rente und die VBL." Aber zusammen ergibt das oft nur 40-50% deines letzten Nettogehalts. Ohne private Vorsorge droht im Alter ein deutlicher Einschnitt beim Lebensstandard.
Ab der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 77.400 Euro) kannst du in die PKV wechseln. Aber ohne Beihilfe zahlst du den vollen Beitrag selbst – und verlierst die Familienversicherung. Ein Wechsel lohnt sich nur in bestimmten Konstellationen.
Viele Finanzberater kennen sich nur mit Beamten aus und übertragen deren Empfehlungen 1:1 auf Angestellte. Das führt zu falschen Produkten, unnötigen Kosten und fehlender Absicherung. Wir kennen den Unterschied genau.
Egal ob du gerade erst anfängst oder schon Jahre im Schuldienst bist – mit dieser Übersicht behältst du den Überblick über die wichtigsten Bausteine deiner Finanzplanung.
Was du als angestellte Lehrkraft brauchst:
Wann solltest du was angehen?